100 Milliarden EUR
Schätzungen zufolge verliert Deutschland jährlich rund 100 Milliarden Euro an Steuereinnahmen durch Steuerhinterziehung.
Fingerpointing gehört aus meiner Sicht nur bedingt in Richtung der Hinterzieher, die gefühlt sicher nur "sparen wo sie können". Ich glaube nicht, dass die Absicht ist, unserem Land zu Schaden, sondern eben nur zu "sparen".
Was mich stört ist, dass es in der gesellschaftlichen Wahrnehmung geradezu verpönt ist Steuern zu zahlen. Wenn man ein Schlupfloch nicht nutzt, wird man als blöd bezeichnet und belächelt. Es ist einfach "normal", möglichst wenig Steuern zu bezahlen. Und anscheinend ist es auch normal Steuern zu hinterziehen.
Als ich auf der Webseite eines renommierten Fachverlags im Bereich Wirtschaft, Recht und Steuern dies hier las wurde mir spontan schlecht:
"So kontieren Sie richtig: Rückstellungen für hinterzogene Steuern können erst am Ende des Wirtschaftsjahres passiviert werden, in dem mit der Aufdeckung der Steuerhinterziehung zu rechnen ist. Die Buchung erfolgt auf das Konto "Steuernachzahlungen Vorjahre" 2285/7690 (SKR 03/04). Die Gegenbuchung erfolgt auf das Konto "Sonstige Rückstellungen" ..."
Am Schlimmsten finde ich die Erkenntnis, dass das Funktionieren unseres Landes seinen Bewohnern offensichtlich nicht den Preis wert ist, den es kostet. Die Herausforderung an die Politik ist in meinen Augen:
Die Steuerzahler dazu zu bringen, zu sagen: Ja klar leiste ich meinen Beitrag für das Gemeinwohl. Ich zahle gerne Steuern!
Ohne Worte
ohneworte am 15. Juli 21
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noch ne Worterfindung
klerikphob
... das bin ich.
Ohne Worte
ohneworte am 23. Dezember 20
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Sehnsucht
Wieviel Zeit wohl mit der Suche nach Nachrichten verbracht wird? "Wie wurde das nochmal geschickt: Email? SMS? WhatsApp? FB-Messenger? Skype? Xing? Stayfriends? oder x oder y?"
Manchmal sehne ich mich in die Zeit zurück, als die Kommunikationswege noch überschaubar waren:
1) Brief
2) Telefonat mit Wählscheibe
3) vorbeikommen
Ohne Worte
ohneworte am 06. November 20
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Worterfindung
Talgshow
ohneWorte
ohneworte am 28. August 20
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Dialog in 70 Jahren
erwachsenes Kind: Papa, was hast Du damals eigentlich gegessen? Auch Wurst und Fleisch?
Vater: Ja, habe ich.
erwachsenes Kind: Waaas???!! Wusstest Du nicht unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden? Und getötet?
Vater: Ich wusste von nichts. Das hat man so nicht mitgekriegt. Es haben zwar einige davon gesprochen, aber uns hat nie jemand etwas davon gesagt.
erwachsenes Kind: schweigt betreten...
ohneworte am 28. April 20
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Corona
Greta kommt wahrscheinlich aus dem Staunen nicht heraus und merkt: Es gibt tatsächlich Wunder!
Dieser Tage kommt es mir vor, als würde die Lebensweise der Menschen auf der Erde eine Vollbremsung machen. Ich frage mich: Wie lang ist der Bremsweg? Haben wir vor der erneuten Beschleunigung genug Zeit um Innezuhalten? Und den Mut, eine neue Richtung festzulegen?
Mit Hoffnung,
ohneWorte
ohneworte am 20. März 20
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GenderInnen
Das ganze Aufhebens um eine gendergerechte Sprache mutet manchmal an, wie eine Farce. Ist es nicht die Haltung der Menschen, die viel wichtiger ist? Wenn jemand die Gleichwertigkeit der Geschlechter SPÜRT UND LEBT ist das doch viel wertvoller, als wenn jemand sich nur angestrengt um eine gendergerechte Sprache bemüht. Meine Wahrnehmung ist, dass die Männer, die besonders bemüht dabei sind, ein "*Innen" an Worte anzuhängen, oft die schlimmsten Machos sind.
Ohneworte
ohneworte am 31. Dezember 19
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Gedankenexperiment
Der Neandertaler und Du heute. Wenn man Euch zwei so nebeneinanderstellt gibt es rein äußerlich schon einen enormen Unterschied (und geruchsmäßig :-)). Und von der Lebenswelt eben auch.
Und wenn man sich jetzt vorstellt, wieder zwei Menschen nebeneinanderzustellen. Nur, dass DU jetzt den Platz des Neandertaler einnimmst und ein Mensch an Deinem Platz steht, wie er in 30.000 Jahren lebt.
Ohneworte
PS: Für die, die an schwarzseherischen Weltuntergangsszenarien hängen ("ob es Menschen in 30.000 Jahren noch gibt... blabla"): Ein Paar von uns werden schon überleben!
ohneworte am 10. Oktober 19
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Kindermund
tut Wahrheit kund..
Ein Wort, das gerade von einem siebenjährigen Kind erfunden wurde: STECKDOSENLÄNDER
Ohne Worte
ohneworte am 09. September 19
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neue Helden
falls mal gefragt würde, wer als neuer Held bezeichnet werden könnte. Ich würde diese Dame vorschlagen:
Chapeau, Gretta Vosper!
https://en.wikipedia.org/wiki/Gretta_Vosper
Ohne Worte :-)
ohneworte am 29. Mai 19
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Prioritäten
Ein Foto vom schwarzen Loch wurde gemacht und die Welt feiert.
Mich macht es traurig. Solange Menschen auf diesem Planeten verhungern.
Ohneworte
ohneworte am 14. April 19
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Gleichberechtigung
Es gibt ein
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Und wo ist das Bundesministerium für Männer?!?
(oder sind einfach alle übrigen Ministerien die Bundesministerien für Männer?)
Ohne Worte
ohneworte am 06. Dezember 18
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Wortschöpfung
FREUnde
:-)
ohne Worte
ohneworte am 02. November 18
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Ohne Worte
Es ist Halloween und überall sehe ich schrecklich entstellte Fratzen und dabei sehr viele, hässliche und bucklige Hexen.
Es ist aus meiner Sicht nicht verständlich, wie wenig kritisch die "Figur Hexe" bis heute gesehen wird.
Bei der Hexenverfolgung gab es weit weniger Opfer als bei der Judenverfolgung. Dennoch finde ich, dass in der heutigen Zeit wenigstens ein Wort fehlt. Nämlich ein analoges zu "Antisemitismus", welches sich nicht auf Juden bezieht, sondern auf Hexen.
Oder gibt es so ein Wort?
Ohne Worte
ohneworte am 30. Oktober 18
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